Komturei Werben Ein ökologisches Modellprojekt an der Elbe  



Projekt

Die Komturei in Werben hat AFEA im Jahr 2019 während einer Fahrradtour entdeckt und bald war ein erstes Gespräch mit dem Bürgermeister Herrn Bernd Schulze vereinbart. Zu unserer Freude war das gesamte Gelände in Besitz der Stadt. Mit einem Nutzungskonzept bewarben wir uns und stellten es dem Stadtrat und interessierten BürgerInnen vor. 

Das denkmalgeschützte Ensemble ist sowohl baulich für die Hansestadt Werben als auch emotional für viele BürgerInnen ein wichtiger Baustein. Dies haben wir von Anfang an vermittelt bekommen und damit möchten wir sorgfältig und behutsam weiterarbeiten. 

Die Komturei konnte von der OFED (Office For Ecological Development) erworben werden. Seit 2020 bearbeiten wir Förderanträge, erstellen Konzepte und Projektpläne, Zeitschienen und Kostenberechnungen. Wir laden die Leute zu Tor-Auf Events ein, wo wir über den aktuellen Planungsstand und mittlerweile auch Baufortschritt berichten. Wir engagieren uns nicht nur für den Erhalt und Wiederbelebung der baulichen Substanz, sondern möchten mit unseren Konzepten auch die Flora und Fauna vor Ort schützen und fördern. Wir schätzen die Unterstützung, die uns zugetragen wird und wissen auch die Fördermittelgeber von Bund, Land und Gemeinde sehr zu schätzen.





Neues

Zukünftige Events


2026


04. Juli 2026 – Führung Komturei Werben 12.30h während Biedermeiermarkt

22. August 2026 – 14.00h Führung Komturei Werben beim Festival ZUKUNFT PFLANZEN

13. September 2026 – Tag des offenen Denkmals



Vergangene Events


2026

21. Juni 2026 – 13.00 - 14.00h Limonade trinken und Aufbau eines 1:1 Modell von einer Wohnung im Langstall und MDR Fernsehdreh



2025


14. September 2025 – Tag des offenen Denkmals

16. August 2025 – Informationstag
„Bisschen einsam, aber gemeinsam“ – unter diesem Motto lädt die Komturei Werben Interessierte ein, einen neuen Ort zum Leben, Arbeiten und Wirken auf dem Land kennenzulernen.

25. Juli 2025 – MDR-Radiobericht

Juli 2025 – Eröffnung der Ferienwohnungen im Verwalterinnenhaus und Veröffentlichung der neuen Website.

21. Juni 2025 – TOR AUF 4
Fertigstellung des Verwalterinnenhauses.

23. Mai 2025 – ZDF Aspekte
Ausstrahlung der Reportage „Umbau statt Abreißen: Die Revolution in Deutschlands Städten?“.

09.–11. Mai 2025 – KIT-Workshop auf der Komturei
Architekturstudierende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Gastprofessor Jurek Brüggen beschäftigen sich mit dem Baustoff Lehm. Der Workshop wird von Tobias Titz begleitet und von Anne Schwalbe fotografisch dokumentiert.

29. April 2025 – Präsentation an der ČVUT Prag
AFEA stellt die Komturei Werben und das Konzept für barrierefreies Wohnen im Langstall an der Tschechischen Technischen Universität Prag vor.

28. April 2025 – Dreharbeiten für ZDF Aspekte
Das Redaktionsteam begleitet einen Tag lang das Bauen im Bestand auf der Komturei Werben.

15. März 2025 – TURN ON Festival Wien
Vorstellung der Komturei Werben im Rahmen des internationalen Architekturfestivals.
15. März 2025 – TURN ON Festival Wien
Vorstellung der Komturei Werben im Rahmen des internationalen Architekturfestivals.



2024


202408. September 2024 – Tag des offenen Denkmals
Baustellenführung um 12 Uhr.

29. Juni 2024 – TOR AUF 3
Baustellenführung und Projektvorstellung.

2023


November 2023 – Veröffentlichung „Zukunft statt Leerstand“
Die Komturei Werben wird Teil der Publikation des Netzwerks Zukunftsorte.

17. November 2023 – Große Zukunftsorte-Schau
Eröffnung der Ausstellung des Netzwerks Zukunftsorte mit Beteiligung der Komturei Werben.

November 2023 – MDR-Radiobericht

Oktober 2023 – Rundgang im Rahmen der Langen Woche der Nachhaltigkeit

06. Oktober 2023 – Spatenstich für das Verwalterinnenhaus

Oktober 2023 – Beginn der Sanierung des Verwalterinnenhauses

September 2023 – Vorvertrag mit der Borghardt Stiftung Stendal
Abschluss der Vereinbarung für das betreute Wohnen im Langstall.

September 2023 – Zukunftsort im Aufbau
Aufnahme in das Netzwerk Zukunftsorte.

22. Juli 2023 – TOR AUF 2
Projektvorstellung im Langstall.

Juli 2023 – Subbotnik 04

22. Mai 2023 – Baugenehmigung für das Verwalterinnenhaus

Mai 2023 – Subbotnik 03

April 2023 – Subbotnik 02

April 2023 – Entwurfssemester der TU Darmstadt
Das Fachgebiet Entwerfen und Nachhaltiges Bauen arbeitet auf der Komturei Werben.

März 2023 – Konzeptstudie Langstall

Januar 2023 – 3D-Scan des Geländes

2022


11. November 2022 – TOR AUF 1
Erste öffentliche Projektvorstellung im Langstall.

September 2022 – Subbotnik 01

Juni 2022 – Rückbau der Garagen am Langstall

März 2022 – Bauantrag für das Verwalterinnenhaus

Februar 2022 – MDR-Radiobericht

2021


Dezember 2021 – MDR-Bericht „Kleinstadthelden“

November 2021 – Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags

März 2021 – Zweite Präsentation im Stadtrat

2020


November 2020 – Erste Präsentation im Stadtrat

Die Hansestadt Werben an der Elbe

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Die reizvolle landschaftliche Lage sowie die kulturhistorische Bedeutung Werbens machen den Ort zu einem Ziel für Natur- und Kulturtourist:innen. Die Hansestadt im nördlichen Landkreis Stendal blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Sie liegt an der Elbe in einer der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, der Altmark. Die teilweise noch ursprünglichen Auenlandschaften entlang der Elbe stehen seit den 1990er Jahren unter Schutz und sind als UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ausgewiesen.



Der historische Stadtkern mit der Wohnbebauung aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die St. Johanniskirche, die Lage am Elberadweg und die Störche, die jedes Jahr zum Nisten in die Stadt kommen, ziehen bereits heute viele Tourist:innen, insbesondere Radreisende, an.
Nach der Wende war die Bausubstanz in der Altstadt zunächst vom Verfall bedroht, viele Menschen zogen weg und viele Gebäude standen leer.
Seit einigen Jahren kümmert sich nun der Verein AWA Arbeitskreis Werbener Altstadt e.V. mit großem Erfolg um diese leer stehenden Häuser, wirbt um Käufer:innen und organisiert Veranstaltungen. So hat sich in den letzten Jahren eine gemischte Bewohner:innenschaft entwickelt. Heute zeichnet sich die Stadtgemeinschaft durch ein aktives Vereinsleben aus. In regelmäßigen Abständen werden von verschiedenen Initiativen Veranstaltungen organisiert, darunter der überregional bekannte Biedermeiermarkt oder das Apfelfest.

Von der Erstniederlassung der Johanniter zum Modellprojekt

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Das Gelände der Komturei befindet sich im Zentrum der Hansestadt Werben, direkt neben der Johanniskirche.

Im Jahre 1160 gründete Markgraf Albrecht der Bär eine Johanniterniederlassung in Werben. Sie war die erste und für gut 200 Jahre die wichtigste Niederlassung des Ordens im östlichen Norddeutschland. Das Ensemble bestand aus einem Konventshaus, in dem die Ordensbrüder gemeinschaftlich lebten, und Wirtschaftsgebäuden, die sich um einen Hof gruppierten.

Die Johanniter entstanden aus einer Gruppe süditalienischer Kaufleute, die in Jerusalem ein Hospital und eine Kirche stifteten, um kranke Pilger:innen zu versorgen. Sie weihten die Gemeinschaft dem heiligen Johannes. Im Laufe der Zeit erwarben sie durch Schenkungen immer mehr Ländereien, und ihr Einfluss breitete sich multinational aus. Die Ländereien mussten geschützt werden, weshalb der Orden zunächst Söldner und später Ritter anwarb. Die Struktur des Ordens war nun stark von Adel und Rittertum geprägt.

Das um 1180 erbaute Romanische Haus am nordwestlichen Rand des Komtureigeländes ist im Besitz der Stadt Werben und wurde denkmalgerecht saniert. Es weist auf frühe Bautätigkeiten des Johanniterordens hin. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war der Johanniterorden vollständig protestantisch. Nach der Reformation 1809 wurde die Kommende in eine Domäne, also eine staatliche, preußische Domäne umgewandelt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage baulich weitgehend erneuert. Auf den historischen Fundamenten entstanden stattliche, typisch preußische Backstein- und Wirtschaftsgebäude, die das Ortsbild prägten, sich aber stets der Johanniskirche unterordneten.

Während der DDR war die Domäne Teil der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Die Gebäude wurden instandgehalten und um einfache Nutzbauten ergänzt. Bewohner:innen der Stadt und der Umgebung, aber auch von weiter weg, schildern heute noch ihre Alltagserlebnisse, während Ihrer Berufszeit auf der Komturei.  

Seit der Wende wurde ist das Grundstück überwiegend informell genutzt, Erzählungen berichten von tollen Festen, wilden Partys oder Public Viewings, welche die Komturei beherbergt hat. Dennoch trieb die Witterung den Zerfall der historisch bedeutsamen und denkmalgeschützten Gebäude zunehmends voran. Ihr Zerfall bedeutet den Verlust eines bedeutenden, räumlichen Ankerpunkts in Werben.

Durch eine Sanierung des Komturei-Geländes und der Zuführung zeitgemäßer Nutzungen wird der Stadtkern als lebendiges Zentrum Werbens vervollständigt.
Die Geschichte der Komturei spannt einen Bogen vom 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart - in diesem Sinne soll sich das Sanierungsprojekt in die Geschichte einfügen und diese fortschreiben.

Hof

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Wo früher schwere Landmaschinen fuhren und Mist gelagert wurde, blühen und gedeihen heute verschiedenste Pflanzen, Insekten und Vögel haben ihren Lebensraum im Hof. Das Wilde und Offene wird auch in Zukunft als Konzept aufgegriffen und für den barrierefreien Zugang zu den Häusern und Wohnungen leicht angepasst. Kinderwagen und Rollstühle, aber auch Rollatoren sollen den Hof schwellenlos passieren können. Für Autos und E-Bikes ist am südlichen Ende der Komturei ein begrünter, schattiger Parkplatz mit Ladesäulen vorgesehen.

Der Hof fasst alle Zugänge zu den Gebäuden zusammen und ist so groß, dass jedes Gebäude über einen ausreichenden Vorgarten verfügt. Die Durchfahrt mit motorisierten Fahrzeugen wird nicht erlaubt,  aber die beiden Tore werden immer für FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Zubringer:innen offen sein. Der Hof soll vor allem auch Werberaner:innen und Menschen aus der Umgebung, TouristInnen und BewohnerInnen der Komturei zum Verweilen zur Verfügung stehen.  Es ist geplant, neue Bäume zu pflanzen, eine Wasserfläche in der ehemaligen Mistgrube anzulegen und weitere insektenfreundliche Stauden, Blumen und Gräser auszusäen.  

Das Verwalterinnenhaus

www.verwalterinnenhaus.de    


Baustart Oktober 2023  Fertigstellung Juli 2025
Das Verwalterinnenhaus ist das repräsentative und am besten erhaltene Gebäude des Ensembles. Es wird sensibel, denkmalgerecht und ökologisch saniert. Bauzeitliche Elemente wie bspw. einzelne noch vorhandene Fenster werden restauriert und wieder eingebaut. Neu hinzugefügte nicht bauzeitliche Teile wie die Gauben auf dem Dach oder die Balkone am Turm werden als abstrakte Volumen in zeitgenössischer Gestaltung klar differenziert. Vorhandene Materialien wie die Holzdielen der Böden oder Dachziegel werden wiederverwendet. Für die übrigen Baumaßnahmen ist eine kreislaufgerechte Verwendung ökologischer Materialien wie Lehm- und Kalkputze, Kalkestrich und Holzstürze vorgesehen.

Geplante Nutzung

Das Dachgeschoss wird ausgebaut, sodass insgesamt sechs Gäste- und Ferienwohnungen entstehen: Vier in den oberen Geschossen, sowie zwei barrierefreie Einheiten im Gartengeschoss mit direktem Zugang zum Hof. Jeder Wohnung ist ein Balkon oder eine Terrasse zugeordnet, die den Bewohner:innen zusätzlich zum öffentlich genutzten Hof privaten Außenraum bietet.

Konstruktion

Die Bestandswände sind aus historischen Ziegeln. Im Untergeschoss schliesst ein gemauertes Kappengewölbe die hinteren Räume ab. Vermutlich stammt dieses aus einer anderen Bauzeit als der Rest des VerwalterInnenhauses. Besonders interessant sind die Deckenaufbauten - die wärmedämmenden Füllungen werden ausgebaut und wiederverwendet. Das Dach wurde mit historischen und neuen Ziegeln eingedeckt, abstrakte, sich in Form und Volumen zurücknehmende Gauben belichten den Dachraum. Die Sanierung verzichtet bewusst auf den Einsatz von Zement und für das Verputzen der Wände und Decken wird Lehm- sowie Kalkputz verwendet. 

Seit Sommer 2025 können die Ferienwohnungen im Verwalterinnenhaus gebucht werden. Die erste Saison beginnt – und macht das Gebäude nach jahrelangem Leerstand wieder bewohnbar. Wer hier wohnt, erlebt nicht nur historische Bausubstanz und sorgfältige Handwerkskunst, sondern auch viel Ruhe, Ausblick und Atmosphäre. Die Wohnungen richten sich an Gäste, die das Besondere suchen – zwischen alten Ziegeln, Lehmputz und weitem Himmel. 

Langstall

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Am Langstall lässt sich eine reichhaltige Geschichte verschiedenster Baumaßnahmen ablesen. Bauhistorisches Mauerwerk mit Zierfries, eine Rhytmisierung mit vorspringenden, einst die Futterluken markierenden Segmente, zugemauerte sowie neu hineingeschnittene Öffnungen charakterisieren die Fassade. Diese Collage wird ergänzt mit einer Struktur aus Stahlstützen, welche den neuen Dachstuhl trägt. Letztere Baumaßnahme ist zu verdanken, dass die Struktur des Gebäudes über die Jahre der Nicht-Nutzung vor Witterung geschützt wurde. Das effiziente, aber wenig bestandssensiblen Raster stellt eine spannende Entwurfsaufgabe dar, es steht in historischen Öffnungen, die Oberkante des Rohboden ist weit über dem bestehenden Terrain und der Zierfries wurde teils zugunsten des neuen Auflagers für Dachbalken zerstört. 

Geplante Nutzung

Für den Langstall ist barrierefreies Wohnen, betreut von einer Stiftung, geplant. Der Bedarf für barrierefreie Wohnungen ist in ganz Deutschland riesig und besonders in Werben, wo die Fachwerkhäuser zwar für großen Charme aber auch viele Barrieren sorgen.  Es sind 6 Studios, 1 Gemeinschaftsraum  und 2 grössere Wohnungen geplant. 

Konstruktion

Der Bestandsmauern sind aus historischen und neuzeitlichen Ziegeln, das Dach wurde 2016 als Sicherungsmaßnahme realisiert und ist dicht.  Für die Realisierung der Wohnräume ist ein demontierbares, vorgefertigtes Haus in Holz-Elementbauweise geplant. 

Konzept

AFEA sieht sich als Akteurin für eine begrenzte Zeit und hat dementsprechend geplant, den Bestand maximal zu erhalten. So entwickelte sich das Konzept vom “Haus im Haus”, welches lediglich die Bestandsöffnungen auf den Boden erweitert, um die Wohnnutzung mit genügend Licht versorgen zu können. Nachgebildete, abstrahierte Futterluken werden dem Wunsch der Denkmalpflege gerecht. Das gesamte Abrücken der neuen Struktur sorgt zudem für eine material-effiziente und bauphysikalisch-optimierte Hülle. Den zukünftigen BewohnerInnen wird es freistehen, wie sie ihren Alltag leben möchten - zum Hof im Osten oder zum Garten im Westen hin wohnen oder schlafen. So wird trotz der effizient bemessenen Wohnfläche eine Grosszügigkeit gewährleistet und die Möglichkeit, wählen zu können. Ein Rundlauf durch das barrierefreie Bad und Küche verhindert das Entstehen von nicht nutzbarer Verkehrsfläche. Den BewohnerInnen im Obergeschoss stehen loggiaähnliche Außenräume in den Futterluken zur Verfügung, grosse Terrassen befinden sich an den Gebäudeköpfen, wo die offene Dachfläche einen Blick auf das Haus-im-Haus geben.  

Interesse an sozialem Wohnen und Investment

Die barrierefreien Wohnungen im Langstall werden künftig von der Borghardt-Stiftung betrieben, die Betreuung und Vermietung übernimmt. Entstehen soll ein Ort für betreutes Wohnen – für Menschen mit Pflegebedarf, die im ländlichen Raum bislang kaum geeigneten Wohnraum finden.
Realisieren lässt sich das Modell durch den Verkauf der Wohnungen an Privatpersonen. Als Bauträgermodell mit sozialer Bindung bietet es die Möglichkeit, in eine sinnvolle und sichere Immobilie zu investieren: zur Eigennutzung im Alter oder zur Vermietung über die Stiftung mit gesicherter Rendite.

Bei Interesse an Kauf oder Vermietung freuen wir uns über eine Nachricht an mail@komturei.info

Scheune

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Der größte Baustein der Komturei ist die Scheune. Zwischen zwei Stirnmauern aus Ziegeln stehen erstaunlich gut erhaltene Binder aus Eichenholz. Sie lassen sich laut Zimmerer in ihre Einzelteile zerlegen, ausbessern oder ersetzen wo nötig, und wieder zusammenbauen. Markant aber auch bedrohlich schräg ragt der Turm aus der undichten Dachhaut hinaus. An ihm und der Holzbindern lässt sich leider der rasant vorschreitende Zerfall ablesen und beobachten. Möglichst bald soll das Gebäude gesichert werden. 

Die Scheune bietet mit ihrer Größe das Potenzial, stillem Gewerbe, Kreativen und Büros Arbeitsraum anbieten zu können. Nach Aussagen befreundeter Kreativen sind Studios in ländlichen Regionen als Pendant zum Sitz in der Stadt gern gesucht - mit der Bedingung, sie individuell, auf deren Bedürfnisse und vor allem finanziellen Mitteln abgestimmt ausbauen zu können. 

Geplante Nutzung

Einst wurden große Landwirtschaftsmaschinen untergestellt, die für den Betrieb der LPG notwendig waren. Das Waagehäuschen mit Waageplattform bzw. deren Grube vor der Scheune sind ein weiteres Relikt dieser alten Nutzung. Für die Zukunft ist die Aufteilung in 5 Einheiten geplant, wo das Essenzielle für eine Büro-, Studio- oder Werkstattnutzung zur Verfügung gestellt wird: Anschluss von Warm- und Kaltwasser, Heizung, Strom und Internet. Je nach Budget und Bedarf können die NutzerInnen den Raum weitergestalten.

Konstruktion

Die Stirnwände, sowie die Binder werden erhalten. Das Dach wird aufgrund seines desolaten Zustand durch ein neues ersetzt, das vollflächig mit Photovoltaik ausgestattet ist.

Konzept

Der Rohbau und die wärmegedämmte Hülle wird zum individuellen Ausbau zur Verfügung gestellt. Die Fassade wird mehrschichtig aufgebaut, so dass sich die nutzbare Fläche den Jahreszeiten anpassen lässt. Raum für Gemeinschaft Für die Scheune wird eine Baugruppe bzw. Genossenschaft gegründet: Menschen, die nicht nur Raum suchen, sondern ihn auch mitgestalten wollen. Ob Werkstatt, Atelier oder Büro – wer Teil des Projekts wird, kann den Ausbau der eigenen Einheit mitplanen und so individuelle Arbeits- und Lebensräume schaffen. Die Infrastruktur steht – Strom, Wasser, Wärme, Internet – der Rest entsteht gemeinsam.

Bei Interesse an einer Nutzung oder Beteiligung freuen wir uns über eine Nachricht an mail@komturei.info

Speicher

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Im ehemaligen Rinderstall sind gemeinschaftlich-orientierte Wohnungen geplant. Flexible Grundrisse sollen auf sich ändernde Lebens- und Wohnverhältnisse reagieren können. So wird den BewohnerInnen ermöglicht, nach räumlichem Bedarf zu wohnen. Eine gewisse Anzahl von Wohnungen wird barrierefrei sein.

Konstruktion

Die Außenwände sind noch genug intakt, sodass diese weiter genutzt werden können. Die Tragstrutkur des Daches und der Innenräume war aber leider zu lange Wind und Wetter ausgesetzt, sodass sie geräumt werden müssen. Innen sollen kreislaufgerechte, demontierbare Materialien die neuen Wohnungen gestalten, sodass später einmal andere und neue AkteurInnen unsere Eingriffe weiter- und umbauen können. 

Gemeinsam leben, gemeinsam gestalten

Für den Speicher suchen wir Menschen, die nicht nur eine Wohnung suchen, sondern ein gemeinschaftliches Lebensmodell mitentwickeln möchten. Die geplanten Einheiten sollen Teil einer Genossenschaft werden – getragen von dem Gedanken, Ressourcen zu teilen, Verantwortung zu übernehmen und ein soziales Miteinander zu leben. Flexible Grundrisse, barrierefreie Einheiten und ein klimagerechter Ausbau bilden die Grundlage – der Rest entsteht durch die Gruppe selbst.

Bei Interesse an einer Beteiligung freuen wir uns über eine Nachricht an mail@komturei.info

Komturei Werben


Die Komturei Werben ist ein ökologisches Modellprojekt im UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe. Auf dem historischen Johannitergelände entstehen durch die behutsame Sanierung denkmalgeschützter Gebäude neue Orte für Wohnen, Arbeiten, Gastlichkeit und Gemeinschaft. Das Projekt versteht sich als Reallabor für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum.

Kontakt 


Bei Interesse, Fragen oder Anregungen freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Gerne informieren wir Sie über den aktuellen Projektstand und senden auf Anfrage weitere Informationen oder Projektbroschüren zu. Für verschiedene Nutzungen führen wir zudem unverbindliche Interessent. Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen.

Mailadresse: mail(at)komturei.info
Postadresse: AFEA Kirchplatz 6 39615 Werben (Elbe)
Telefon: +49 1792010579

Mieten, Wohnen, Arbeiten und Unterstützen 


Die Komturei Werben versteht sich als Ort, der sich gemeinsam mit den Menschen entwickelt, die ihn nutzen, begleiten und mitgestalten.

Ob Sie sich für eine Wohnung, einen Arbeitsraum oder eine gewerbliche Nutzung interessieren, ein Projekt realisieren möchten oder die Entwicklung der Komturei auf andere Weise unterstützen wollen – wir freuen uns über den Austausch.

Auf dem Gelände entstehen unterschiedliche Wohn- und Arbeitsformen, gemeinschaftliche Räume sowie Angebote für Gäste und die Öffentlichkeit. Viele Bereiche befinden sich im Wandel und eröffnen Raum für neue Ideen, Kooperationen und langfristige Perspektiven.

Wenn Sie Teil dieses Prozesses werden möchten, sprechen Sie uns gerne an.

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